Neue Solarenergiekapazitäten für die Industrie im Jahr 2026: Was bedeutet das Eigenverbrauchsmodell?
Die jüngste Aussage von Energieminister Alparslan Bayraktar deutet darauf hin, dass 2026 ein neues Kapitel für die Industrie aufschlagen könnte. Um diese Nachricht jedoch richtig zu interpretieren, müssen einige Unterscheidungen geklärt werden.
Zunächst einmal sollten wir die Situation verstehen: Es gibt zwei verschiedene Kategorien.
Es gibt zwei Hauptmodelle für Investitionen in nicht genehmigungspflichtige Solarkraftwerke, und es ist wichtig, diese nicht zu verwechseln:
1. Allgemeine nicht lizenzierte Produktion: Sie können den selbst erzeugten Strom sowohl selbst nutzen als auch den Überschuss ins Netz einspeisen. Für diese Kategorie hat TEİAŞ seit Juli 2025 keine Kapazitäten mehr freigegeben.
2. Selbstverbrauchsmodell: Sie verbrauchen den in Ihrer eigenen Anlage erzeugten Strom ausschließlich selbst. Es besteht keine Verpflichtung, ihn ins Netz einzuspeisen. Die von Minister Bayraktar für 2026 angekündigte Kapazität von 3.500 MW bezieht sich auf diese Kategorie.
Die Neuigkeit lautet also: Während die Kapazitätsengpässe für allgemeine, nicht genehmigungspflichtige Projekte weiterhin bestehen, Für Projekte, die auf den Eigenverbrauch abzielen, öffnet sich ein neues Zeitfenster..
Wie groß sind 3.500 MW?
Machen wir die Zahl konkret:
- Etwa 700-1.000 Einheiten Solarenergiesysteme können auf den Dächern mittelgroßer Industrieanlagen installiert werden.
- Geschätzter Investitionswert: 2 Milliarden Dollar
- Vergleich: Im Jahr 2025 werden insgesamt 8.200 MW an erneuerbarer Energiekapazität in Betrieb genommen.
Für wen ist das Selbstkonsummodell geeignet?
Dieses Modell ist besonders sinnvoll für Anleger mit folgendem Profil:
- Anlagen mit hohem Stromverbrauch: Produktionsanlagen, Lagerhallen und Kühlhäuser mit hohen monatlichen Stromkosten.
- Unternehmen, die tagsüber stark frequentiert sind: Die Effizienz steigt, wenn die Zeiten der Solarenergieproduktion und des Solarenergieverbrauchs übereinstimmen.
- Diejenigen, die ihre Energiekosten stabilisieren wollen: Diejenigen, die von schwankenden Strompreisen unabhängig sein wollen
Dieses Modell eignet sich hingegen nicht für diejenigen, die durch den Verkauf von Überschussproduktion Einnahmen generieren möchten. Sie müssen die allgemeine Zuteilung nicht lizenzierter Kapazitäten abwarten.
Weitere bemerkenswerte Entwicklungen im Jahr 2026
Weitere wichtige Punkte aus den Erklärungen des Ministers:
- DSI-Bewässerungsprojekte: 1.500 MW Kapazität für die landwirtschaftliche Bewässerung. Ziel ist die Senkung der Bewässerungskosten.
- Schwimmendes Solarkraftwerk: Das Ziel für Staudämme und Speicherseen liegt bei 3.000 MW. Dies ermöglicht eine Kapazitätserhöhung ohne Landbeschränkungen.
- Energiespeicherung: Die 2.000-MW-Speicheranlage und das neue DEKA-Ausschreibungsmodell sind entscheidend, um auch nachts die Nutzung von Solarenergie zu ermöglichen.
Abschluss
Die neue Phase nach der fünfmonatigen Kapazitätsbeschränkung bietet gut vorbereiteten Investoren eine bedeutende Chance. Insbesondere bei Dachinstallationen und Eigenverbrauchsprojekten ermöglicht die Durchführung von Machbarkeitsstudien jetzt ein schnelles Handeln, sobald die Kapazitäten wieder verfügbar sind.






